Nachbericht 129

Erwartungsgemäß lagen dieses Mal die Stars der Auktion im Bereich Schmuck. Die drei Arbeiten von René Lalique überstiegen ihre Schätzungen deutlich. Der auf € 30.000 - 50.000 taxierte Halsschmuck 'Femme chauves souris' von René Lalique wurde in der Auktion von mehreren internationalen Telefonbietern umworben. Ein Händler sicherte sich dieses seltene Stück mit etwas über € 84.000 (brutto). Vorher waren der Damenring ‚Bleuets auf 19.000 und der Ring mit Barockperle bei 13.000 zugeschlagen worden. Für ein Collier von Georg Jensen, das zwischen 1909 und 1924 entstand, bewilligte der Käufer nach einem langen Bietgefecht, das bei € 500 begann, am Ende € 11.655 (brutto). Hohe Zuschläge gab es auch wieder beim französischen Glas. Großes Interesse bekundeten Käufer aus Fernost an den Telefonen, aber die angereisten Bieter im Auktionssaal. Bei der Vase 'Libellules et renoncules' der Gebrüder Daum setzte sich ein Schweizer Sammler mit einem Bruttopreis von €14.000 durch. Sehr begehrt waren auch frühe Arbeiten von Emile Gallé. Die emailbemalte Stangenvase 'Dahlias' war einem amerikanischen Sammler knapp € 10.500 (brutto) wert, nachdem das Stück bei € 6.000 aufgerufen worden war. Eugène Feuillâtres Vase ‚La nuit’ für die Weltausstellung 1900 kletterte von €10.000 auf €31.000 brutto.

Das umfangreiche Angebot an Tisch- und Deckenleuchten wurde gut angenommen. So bewilligte ein Sammler für die große, zweistufige Deckenleuchte von Daum Frères etwas mehr als € 10.000 (Schätzpreis. € 5.000 - 6.000) und rund € 6.500 (4.000 - 5.000) für eine Tischleuchte aus demselben Haus. Auch Wandleuchten und dekorative Metallarbeiten gingen wieder besonders gut. Beim Porzellan brachte das seltene Service 'Flügelmuster', das Rudolf Hentschel 1901 für Meissen kreierte, knapp € 11.500 (brutto). Max Laeuger stieß auf großes Interesse; hier führt eine seltene Goldmosaik-Vase die Ergebnisse an, die bei € 1.500 aufgerufen wurde und für € 7.200 (brutto) verkauft werden konnte. Die Nachfrage nach dekorativen Bronzen ist ungebrochen. Für Georg Wrbas 'Diana' wurden € 11.500 (brutto) bewilligt. Der Nachverkauf endet am 16. Dezember.