Versteigerungsbedingungen

Mit der Teilnahme an der Versteigerung, die live im Internet √ľbertragen wird, erkennt der Bieter nachstehende Bedingungen an:

  1. Die Versteigerung erfolgt freiwillig. Sie wird im eigenen Namen und f√ľr Rechnung der Auftraggeber durchgef√ľhrt mit Ausnahme der besonders gekennzeichneten Eigenware.
  2. Bieter und Käufer haben keinen Anspruch auf deren Bekanntgabe.
  3. Die Versteigerung erfolgt in Euro. Der Aufrufpreis wird vom Auktionator festgelegt. Gesteigert wird im Regelfall um jeweils 5% - 10% des vorangegangenen Gebots in Euro.
  4. Die zu versteigernden Gegenst√§nde k√∂nnen vor der Auktion besichtigt und gepr√ľft werden; sie sind ausnahmslos gebraucht und von einem gewissen Alter; manche entsprechen daher eventuell nicht mehr den heute geltenden gesetzlichen Sicherheitsstandards. Ihr dadurch bedingter tats√§chlicher Erhaltungszustand, der im Katalog und im Internet durchgehend nicht ausdr√ľcklich beschrieben wird, ist vereinbarte Beschaffenheit (¬ß434 Abs. 1 Satz 1 BGB). Farbige Reproduktionen im Katalog m√ľssen die Gegenst√§nde nicht farbgetreu wiedergeben. Alle Katalogangaben, die nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden, dienen nur der Information; das gilt auch f√ľr Angaben √ľber die geographische Herkunft von Objekten. Sie sind nicht vertraglich vereinbarte Beschaffenheit und enthalten keine Garantien im Rechtssinne; das gilt auch dann, wenn Gegenst√§nde im Katalog optisch oder in sonstiger Weise hervorgehoben und / oder au√üerhalb des Kataloges werblich o.√§. herausgestellt werden. Vereinbarte Beschaffenheit sind nur die Katalogangaben √ľber die Urheberschaft, Signatur, Material, Restaurierung und Provenienz, eine besondere Garantie, aus der sich weitergehende Rechte des K√§ufers ergeben, wird vom Versteigerer hinsichtlich der entspr. Beschaffenheit ausdr√ľcklich nicht √ľbernommen. Die Vereinbarung √ľber die Urheberschaft, Signatur, Material, Restaurierung und Provenienz begr√ľndet auch keine strengere als die im Gesetz vorgesehene Haftung, vgl. ¬ß¬ß 276 Abs. 1, 443, 477 BGB. F√ľr Funktionsf√§higkeit und Sicherheit von elektrischen Ger√§ten wird keine Haftung √ľbernommen. Auf Wunsch des Interessenten abgegebene Zustandsberichte (Condition Reports) dienen nur der n√§heren Orientierung √ľber den √§u√üeren Zustand des Objekts nach Einsch√§tzung des Versteigerers.
  5. Wird dem Versteigerer vom K√§ufer vor Ablauf der Verj√§hrung, die ¬Ė vorbehaltlich einer vors√§tzlichen Rechtsverletzung ¬Ė ab dem Tage der √úbergabe des zugeschlagenen Gegenstandes l√§uft und ein Jahr betr√§gt, nachgewiesen, da√ü Katalogangaben √ľber die ¬āUrheberschaft¬Ď, ¬āSignatur¬Ď,¬āMaterial¬Ď, 'Restaurierung' und 'Provenienz' unrichtig sind, wird dem K√§ufer auf Verlangen der gesamte Kaufpreis (Zuschlagsumme; Aufgeld; Mehrwertsteuer; Folgerechtsanteil) Zug um Zug gegen R√ľckgabe des Kaufobjektes zur√ľckerstattet; alternativ ist nach Wahl des Ersteigerers der Kaufpreis zu mindern.
  6. Schadenersatzanspr√ľche des K√§ufers wegen Sachm√§ngeln sowie aus sonstigen Rechtsgr√ľnden (einschlie√ülich: Ersatz vergeblicher Aufwendungen) sind ausgeschlossen, soweit nicht der Auktionator oder seine Erf√ľllungsgehilfen vors√§tzlich oder grob fahrl√§ssig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat. Unber√ľhrt bleibt die Haftung bei Verletzung von Leben, K√∂rper und Gesundheit. F√ľr nicht vorhersehbare oder entfernter liegende Sch√§den haftet der Versteigerer in keinem Falle. Diese Grunds√§tze gelten bei Pflichtverletzungen von Erf√ľllungsgehilfen des Auktionators entsprechend.
  7. Der Versteigerer hat das Recht, Katalognummern zu vereinen, zu trennen, au√üerhalb der Reihe auszubieten oder zur√ľckzuziehen.
  8. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf ein √úbergebot nicht erfolgt und der vom Einlieferer vorgesehene Limitpreis erreicht ist. Wird dieser Limitpreis nicht erreicht, kann der Versteigerer das Gebot ablehnen oder unter Vorbehalt zuschlagen; in diesem Fall ist der Bieter 4 Wochen an sein Gebot gebunden. Erh√§lt er in dieser Zeit nicht den vorbehaltlosen Zuschlag, dann erlischt sein Gebot. Wird ein Vorbehalt nicht angenommen, kann die Katalognummer ohne R√ľckfrage an einen Limitbieter abgegeben werden.
    1. Der Versteigerer kann ein Gebot ablehnen; in diesem Fall bleibt das unmittelbar vorher abgegebene Gebot g√ľltig und verbindlich. Geben mehrere Personen das gleiche Gebot ab, so erh√§lt das als erstes eingegangene Gebot den Zuschlag. Bei Meinungsverschiedenheiten und sonstigen Zweifeln am Zuschlag kann der Versteigerer den Gegenstand erneut ausbieten.
  9. Der Versteigerer darf f√ľr den Einlieferer bis zum vereinbarten Mindestverkaufspreis (Limit) auf das Lot bieten, ohne dies anzuzeigen und unabh√§ngig davon, ob andere Gebote abgegeben werden oder nicht. Zum Schutz des eingelieferten Objekts kann der Versteigerer den Zuschlag unterhalb des Limits an den Einlieferer erteilen; in diesem Falle handelt es sich um einen R√ľckgang.
  10. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Bezahlung. Mit dem Zuschlag geht die Gefahr f√ľr etwaige Verluste, Besch√§digungen, Verwechslungen etc. auf den K√§ufer √ľber. Wird die Erwerbung des K√§ufers, unabh√§ngig vom Zeitpunkt der Bezahlung, nicht innerhalb von zehn Werktagen nach dem Auktionstermin abgeholt, so ger√§t der K√§ufer in Annahmeverzug. Quittenbaum Kunstauktionen lagert die ersteigerten Objekte in diesem Fall auf Kosten des K√§ufers bei einer Spedition ein. Im √ľbrigen ist der Auktionator nicht verpflichtet, den zugeschlagenen Gegenstand vor vollst√§ndiger Bezahlung aller vom K√§ufer geschuldeten Betr√§ge an den K√§ufer bzw. den von ihm beauftragten Spediteur herauszugeben.
  11. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus der Zuschlagsumme, dem Aufgeld von 23% und der auf die Zuschlagsumme und das Aufgeld erhobenen Mehrwertsteuer in der jeweils gesetzlichen H√∂he (Regelbesteuerung) oder aus der Zuschlagsumme und dem Aufgeld von 29,5% inklusive MwSt, die nicht ausweisbar ist (Differenzbesteuerung). Nicht besonders gekennzeichnete Objekte werden grunds√§tzlich differenzbesteuert, besonders gekennzeichnete Objekte werden regelbesteuert. Au√üerdem ist vom K√§ufer ein Anteil an der vom Versteigerer zur Abgeltung des gesetzlichen Folgerechts (¬ß 26 UrhG) zu entrichtenden Abgabe an die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in H√∂he von 1,5% der Zuschlagsumme (zuz√ľgl. MwSt.) zu bezahlen, wenn es sich um ein nach 1900 entstandenes Originalwerk der Bildenden Kunst (Ausnahme: Bild- und Siebdrucke; posthume Abg√ľsse von Plastiken) handelt.
  12. Ausfuhrlieferungen sind von der Mehrwertsteuer befreit, innerhalb der EU jedoch nur bei Unternehmen mit Umsatzsteueridentifikationsnummer. Sobald der Ausfuhrnachweis erbracht ist, wird dem ausl√§ndischen Kunden die Mehrwertsteuer verg√ľtet.
  13. W√§hrend oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bed√ľrfen wegen √úberlastung der Buchhaltung einer besonderen Nachpr√ľfung und eventuellen Berichtigung. Irrtum vorbehalten. M√ľndliche Ausk√ľnfte ohne schriftliche Best√§tigung sind unverbindlich.
  14. Der Kaufpreis, d.h. der Endpreis (Zuschlag+Aufgeld+ bzw. inkl MwSt. + anteiliges Folgerecht) ist fällig mit Zuschlag. Persönlich an der Auktion teilnehmende Ersteigerer haben den Endpreis sofort in bar in Euro an Quittenbaum Kunstauktionen GmbH zu entrichten. Bei späterer Abholung wird auch eine sofortige Überweisung des Rechnungsbetrages akzeptiert.
  15. Zahlungen auswärtiger Ersteigerer, die schriftlich, per Email oder telefonisch geboten haben, sind binnen 10 Tagen nach Rechnungsdatum fällig. Zahlbar in bar, per Verrechnungsscheck oder per Überweisung.
  16. Verweigert der K√§ufer Abnahme oder Zahlung oder ger√§t er mit der Zahlung des Kaufpreises in Verzug, kann der Versteigerer wahlweise entweder Erf√ľllung des Kaufvertrages oder Schadenersatz wegen Nichterf√ľllung verlangen. Der K√§ufer ger√§t 10 Tage nach Rechnungstellung in Verzug. Verlangt der Versteigerer Erf√ľllung, steht ihm neben dem Kaufpreis der Verzugsschaden zu. Dazu geh√∂ren auch ein etwaiger W√§hrungsverlust, der Zinsverlust sowie der Kostenaufwand f√ľr die Rechtsverfolgung. Verlangt der Versteigerer Schadenersatz wegen Nichterf√ľllung, so ist er berechtigt, das Versteigerungsgut bei Gelegenheit noch einmal zu versteigern. Mit dem Zuschlag erl√∂schen die Rechte des K√§ufers aus dem fr√ľher ihm erteilten Zuschlag. Der K√§ufer haftet f√ľr jeden Ausfall, hat keinen Anspruch auf einen Mehrerl√∂s und wird zur Wiederversteigerung nicht zugelassen.
  17. Ersteigertes Auktionsgut wird erst nach geleisteter Barzahlung ausgeliefert. Geht eine Zahlung nicht rechtzeitig ein, so haftet der K√§ufer f√ľr alle hieraus entstehenden Sch√§den. Eine Stundung wird nicht gew√§hrt. Bei Zahlungsverzug werden die bei der Hausbank des Versteigerers √ľblichen Bankzinsen f√ľr einen √úberziehungskredit berechnet. Der Nachweis eines geringeren Schadens bleibt dem K√§ufer vorbehalten.
  18. Der Versteigerer lagert alle Gegenst√§nde w√§hrend eines Zeitraumes von 10 Werktagen ab dem Tage nach der Auktion ein. Danach ist er berechtigt, verkaufte, nicht abgeholte Gegenst√§nde im Namen und auf Rechnung des K√§ufers und auf dessen Gefahr bei einer Spedition einlagern zu lassen. Der K√§ufer kann wahlweise die ersteigerten Objekte¬†selber abholen oder durch eine schriftlich bevollm√§chtigte Person abholen lassen,¬†selber eine¬†Spedition beauftragen oder den¬†Versteigerer schriftlich bevollm√§chtigen, den Transport des¬†Gegenstandes im Namen, auf Kosten und Gefahr des¬†K√§ufers durch eine¬†Spedition sachgerecht durchf√ľhren zu lassen. Bei Letzterem erm√§chtigt der K√§ufer den Versteigerer, dem Spediteur - allein zur Durchf√ľhrung des Transportes und der Abwicklung des Kaufes - die hierf√ľr erforderlichen Daten¬†mitzuteilen.
  19. In den Gesch√§ftsr√§umen haftet jeder Besucher ¬Ė insbesondere bei Besichtigungen ¬Ė f√ľr jeden von ihm verschuldeten Schaden.
  20. F√ľr Kunden, die an einer Auktion nicht pers√∂nlich teilnehmen k√∂nnen, werden schriftliche Gebote entgegengenommen und interessenwahrend durch den Auktionator ausgef√ľhrt. Die Gebote m√ľssen bei Besichtigungsschlu√ü vorliegen. Bei schriftlichen Geboten beauftragt der Interessent den Versteigerer, f√ľr ihn Gebote abzugeben. W√ľnscht der Kunde, telefonisch f√ľr eine Position mitzubieten, wird ein im Saal anwesender Telefonist beauftragt, nach Anweisung des Telefonbieters Gebote abzugeben.
  21. Telefonische Gebote oder Gebote √ľber das Internet w√§hrend der Auktion bed√ľrfen der vorherigen Anmeldung beim Versteigerer und dessen Zustimmung. Das Auktionshaus √ľbernimmt keine Gew√§hr f√ľr die Verf√ľgbarkeit des Telefon- und Online-Verkehrs und keine Haftung daf√ľr, dass aufgrund technischer oder sonstiger St√∂rungen keine oder unvollst√§ndige Angebote abgegeben werden.
  22. Die vom Kunden angegebenen Daten werden in der Kundendatei der Firma Quittenbaum Kunstauktionen GmbH zur Durchf√ľhrung / Abwicklung der erteilten Auftr√§ge, f√ľr etwaige R√ľckfragen und zur Kundenpflege¬†gespeichert und im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften (insbesondere Bundesdatenschutzgesetz) behandelt. Der Kunde kann der Nutzung seiner personenbezogenen Daten zu Marketingzwecken jederzeit sowie der Datenverarbeitung seiner Daten nach Abwicklung des Kaufes f√ľr die Zukunft durch eine formlose Mitteilung auf dem Postweg an Firma Quittenbaum Kunstauktionen GmbH, Theresienstra√üe 60, 80333 M√ľnchen oder durch eine E-Mail an info@quittenbaum.de widersprechen.
  23. Es gilt ausschließlich deutsches Recht.
  24. Erf√ľllungsort und Gerichtsstand sind, soweit sie vereinbart werden k√∂nnen, M√ľnchen.
  25. Diese Versteigerungsbedingungen gelten entsprechend f√ľr alle F√§lle des 4-w√∂chigen Nachverkaufs von Gegenst√§nden, die auf der Versteigerung nicht zugeschlagen worden sind. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. In den vorgenannten F√§llen finden die Bestimmungen √ľber Fernabsatzvertr√§ge (¬ß¬ß 312b - 312d BGB) keine Anwendung. Sollte eine oder mehrere Bestimmungen dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die G√ľltigkeit der √ľbrigen Bestimmungen davon unber√ľhrt.
  26. Soweit die Versteigerungsbedingungen in mehreren Sprachen vorliegen, ist stets die deutsche Fassung maßgebend.